Füße auf Sitzbank: Heftige Debatte um Strafe

16. Oktober 2009 | 10:26 | | (SN-resch). |
Ein 13-Jähriger legte im Zug die Füße auf die Bank. Das kostet seine Eltern 85 Euro, der Bursche wurde bei der Polizei abgeliefert. Die ÖBB fahren einen strengen Kurs - wer Waggons beschmutzt, muss kräftig zahlen. In einer intensiven Online-Debatte begrüßen die meisten SN-Leser das Vorgehen der Bahn.

salzburg (SN-resch). Der 13-jährige Jean Pierre dürfte in Zukunft nur noch in vorbildlicher Körperhaltung mit dem Zug fahren: Der Schüler wurde zwischen Freilassing und Salzburg vom Kontrollor dabei erwischt, wie er seine beschuhten Füße auf dem gegenüberliegenden Sitzpolster hochlagerte. Der ÖBB-Bedienstete drohte daraufhin mit Strafe.

Nach Abmahnung hartes Durchgreifen

Der Bursche dürfte wenig später erneut zumindest einen Fuß auf die Sitzgelegenheit gebettet haben. Die Folge: Der Kontrollor forderte 70 Euro und den Ausweis des 13-Jährigen – der beides nicht bei sich hatte. Der Ausflug endete auf der Polizeiinspektion Taxham, wo die Identität des Jugendlichen zweifelsfrei ermittelt wurde. Jean-Pierre wurde, mit einem Erlagschein ausgestattet (70 Euro Reinigungsgebühr plus 15 Euro Bearbeitungsgebühr), heimwärts geschickt.

Vater über hohe Strafe verärgert

Sein Vater machte seinem Ärger im Leserforum der SN im Internet – www.salzburg.com/leserbriefe – Luft: „Mein Sohn hat sich nicht richtig verhalten. Der Sessel ist aber nicht dreckig geworden, es gibt keinen Schaden. Die Strafe ist unverhältnismäßig hoch“, meint der Salzburger. Die ÖBB sehen das anders: Wer trotz Abmahnung die Regeln des Konzerns nicht befolge, werde abgestraft – dies sei auch im Sinne der anderen Fahrgäste.

© SN/SW

 
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Andreas Koller

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